Montag, 6. März 2017

Ein äußerst merkwürdiger Traum

Ich bin arbeitslos und soll eine Fortbildung machen. Da aber alle Plätze in regulären Fortbildungen derzeit besetzt sind, soll ich stattdessen zwei Wochen lang auf eine Dorfschule gehen. Da es in dem Dorf keine Unterkunft gibt, miete ich in einer kleinen Pension in der Stadt unweit des Dorfes ein Zimmer. Der Besitzer der Pension ist ein riesiger Mann, etwa zwei Meter groß, aber er kann sich kaum noch bewegen. Er humpelt vor mir, als er mir das Zimmer zeigt. Ich frage ihn nach dem genauen Weg ins Dorf und er macht mir eine Skizze.
Am Morgen des ersten Tages mache ich mich auf den Weg. Es sind etwa fünf Kilometer. Ich folge einer stark befahrenen Hauptstraße und durchquere ein Industriegebiet. Eine Landstraße führt zu einem Fluss hinunter, wo es eine Fähre gibt. Ich warte eine Weile und überquere den Fluss. Erschreckt stelle ich fest, dass es schon zehn Uhr ist. Der Unterricht hat längst angefangen. Außerdem fällt mir ein, dass ich vergessen habe, in der Pension zu frühstücken.
Am anderen Ufer macht die Fähre in einem uralten, offenen Bootsschuppen fest. Ich gehe ins Dorf und frage einen Jungen, der mit seinem Fahrrad an einem Zebrastreifen steht, nach dem Weg zur Schule. Er schüttelt den Kopf und geht. Dann treffe ich eine junge Frau und stelle ihr die gleiche Frage. Sie antwortet, sie kenne sich hier im Dorf nicht aus. Sie wäre hier, um Ausgrabungen zu machen. Aber sie kämen nicht voran, weil ihnen Personal fehlt.
Ich nehme mir vor, in der Schule gleich mit dem Direktor zu sprechen. Es ist doch idiotisch, mich zwei Wochen in den Schulunterricht zu stecken. Ich habe schließlich studiert. Außerdem könnte ich doch bei den Ausgrabungen helfen. Aber ich finde die Schule nicht. Wütend und hungrig mache ich mich auf den Rückweg zur Pension. Erst spät am Abend komme ich dort an, empfangen von den misstrauischen Blicken des Besitzers. Ein Schuldirektor und ein Sachbearbeiter vom Job-Center hätten für mich angerufen. Vor ihm auf dem Tresen liegt eine große Karte der Umgebung, die er schon aufgeschlagen hat.
Grauzone – Film 2. https://www.youtube.com/watch?v=yoNN1GdNC9c

Kommentare:

  1. Ich habe schon lange nicht mehr so detailreich geträumt. Zumindest erinnere ich mich nicht mehr....

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    1. Da habe ich den Cuba Libre im Verdacht, werter Herr MiM. Bei mir war es "nur" eine Flasche Riesling. Am klarsten sind die Träume, wenn ich es bei Mineralwasser belasse.

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    2. Das schreit nach einer Versuchsreihe \o/

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  2. Vor dem Schlafengehen nicht so viel Kafka lesen!

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  3. Ich hab den Film mit Arnold Schwarzenegger gesehen. Eigentlich hätte ich in dieser Nacht ein Held sein müssen!

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