Freitag, 10. November 2017

Billige Drogen, schneller Sex – der Herbst in Schweppenhausen

Colonel Clickbait ist wieder da! Freuen Sie sich auf weitere haarsträubende Überschriften, die nichts mit den nachfolgenden Inhalten zu tun haben werden.

Blogstuff 166
„Die Weltgeschichte glich einem Müllsack voll zufälliger Begebenheiten, der im Wind geplatzt war.“ (Joseph Heller: Gut wie Gold)
Eigentlich sollte es für einen Menschen, der mit einem solchen Übermaß an Talent und gutem Aussehen gesegnet ist wie ich, selbstverständlich sein, erster Klasse zu reisen. Dennoch hat es bis zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum der Bahncard gedauert, dass ich in den Genuss dieses Komforts gekommen bin – für 25 Euro inklusive Reservierung darf jeder Bahncard-Kunde einmal im Leben von der zweiten in die erste Klasse wechseln. Ich staune über den Luxus, der mich auf dieser Reise umgibt: freundliches Personal, kostenlose Zeitungen, bequeme Sitze mit viel Beinfreiheit und zweimal kommt ein Herr mit einem Tablett voller Süßigkeiten vorbei, die er freigiebig verschenkt. Es gibt einen „Am Platz Service“ mit umfangreicher Speisekarte, z.B. Pfannkuchen mit Nutella, Spaghetti Bolognese oder Hirschrahmgulasch mit Steinpilzen, dazu Pfälzer Riesling oder Bitburger vom Fass. Ich teile mir das Abteil mit einem Greis, der mich nach einer Weile bittet, die Heizung voll aufzudrehen. Nach fünfzehn Minuten habe ich mich bis auf das T-Shirt und die Jeans entblättert, fächere mir mit der Speisekarte theatralisch Luft zu und schwitze wie eine Frau in den Wechseljahren. Als der alte Mann auf die Toilette muss, drehe ich das Thermostat wieder herunter. Nach fünfzehn Minuten zieht jener Herr, der bereits ein Hemd, einen Pullover und ein Jackett trägt, demonstrativ seine Winterjacke an, wickelt sich einen Schal um den Hals und setzt eine Baskenmütze auf. Seufzend drehe ich das Thermostat wieder auf volle Leistung. So geht es von Frankfurt bis Berlin hin und her.
Ja, liebe Leser. Und so ward aus Morgen und Abend der erste Reisetag.
Ist es Ihnen auch schon aufgefallen, dass man am Berliner Hauptbahnhof kein mehr Heroin kaufen kann? Als man in den achtziger Jahren in Berlin am Bahnhof Zoo ankam, gab es eine neunzigprozentige Wahrscheinlichkeit, das Gebäude als Heroinabhängiger zu verlassen.
Die deutsche Frau zeigt wieder Knie – durch einen Riss in der Hose („Used Look“ – gilt auch für ihre Gesichter). Frage: Wann sehen wir die ersten tätowierten Kniescheiben?
Andy Bonetti hat eine Ambient Jazz Band gegründet. Sie heißt „The Elevator Experience“.
Mag sein, dass man am Ende sagen muss, man habe an der Politik nichts geändert. Aber es ist andererseits auch ein tröstlicher Gedanke, wenn man selbst durch die Politik nicht verändert wurde.
Der Müll, der Müll, der macht, was er wüll.
Burn Out-Patienten – die traumatisierten Krüppel der Wirtschaftskriege.
Bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen gibt es keine rote Linien, sondern nur den karibischen Imperativ.
US-Präsident ist kein Ausbildungsberuf. Das kann jeder. Trump beweist es jeden Tag. Das ist echte Demokratie.
Tag für Tag werden in der EU – also mitten unter uns – Menschen grausam unterdrückt und ihrer Freiheit beraubt. Die Welt darf nicht länger schweigen. Barcelona, du stolze Schönheit, belagert von den Heerscharen des spanischen Königs, dessen stolzes Banner im Sturmwind der Erhebung einer abtrünnigen Provinz knattert … - genug. Freddy Mercury und Montserrat Cabaret (Cabernet? Cabriolet?), übernehmen Sie: https://www.youtube.com/watch?v=Y1fiOJDXA-E

P.S.: Ich habe den Theaterdonner dieser iberischen Operette, die jedem Sommerloch zur Ehre gereicht hätte, von Anfang an nicht ernst genommen. Daher hoffe ich, dass keiner der Putschisten ins Gefängnis muss. Schön wäre es, wenn es – sagen wir mal in Andorra – eine lustige kleine Exilregierung gäbe, die uns mit weiteren Forderungen an die Welt erheitern würde.

Kommentare:

  1. SIE.... !
    wieder DA ... !
    Schönen GRUß und frohes JAZZEN (ړײ) !!!

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  2. Wer ist der fremde Mann? Oder: Gesichts-OP gelungen! Nicht wiederzuerkennen.

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    1. Das Bild habe ich im Internet gefunden. Fand's einfach lustig ;o)

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    2. Söder in jungen Jahren? http://www.tagesspiegel.de/images/plenarsitzung-im-bayerischen-landtag/20566520/2-format6001.jpg?inIsFirst=true

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    3. Wieder ein Leser mit seherischen Fähigkeiten! Bitte nächste Woche auf den Blogpost "Superhorstl" achten. Da bringe ich ein Porträt, auf dem ich glatt wie Söder aussehe.

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  3. Wenn Re-Captcha mich jetzt wieder nicht durchlässt, erfährst du nie, dass ich "Willkommen zurück!" sagen wollte...

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  4. Erste Klasse DB nach dem "ersten mal".

    Der Bonbonheini nervt mit diesem billigen Süsskram, "Essen am Platz" vom Nachbarn stinkt und in der Ruhezone macht ne Mutti einen auf Businesslady indem Sie ihr Diktiergerät vollquatscht. Ist ja nur Handy Verbot oder so.

    Menschen sind ein Problem
    Douglas Addams HG2G

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